Auswertungen

In Rowisoft blue finden Sie im Navigationsbaum unter „Auswertungen“ bereits einige Statistiken, die von uns mit der Software ausgeliefert werden.

Natürlich können Sie auch eigene Auswertungen anlegen und diese unter diesem Ordner zur Verfügung stellen.

Basis für die Auswertungen ist die Datenbankabfragesprache SQL. Hier gilt es dann nur noch, die erstellten SQL-Abfragen grafisch aufzuarbeiten und diese als Berichte zu „designen“.


Die vorhandenen Werkzeuge

Zum Erstellen von „professionellen“ und größeren Auswertungen werden üblicherweise immer 3 Werkzeuge eingesetzt:

Das Database System Utility zum Entwerfen der SQL-Abfragen. In diesem Programm entwerfen Sie Ihre SQL-Abfragen, bis diese die gewünschten Ergebnisse liefern. Im Database System Utility haben Sie außerdem schnell Zugriff auf die vorhandenen Tabellen und können so schnell die vorhandene Datenstruktur einsehen.

Das ControlCenter von Rowisoft blue nutzen Sie dann schließlich dazu, die im Database System Utility entworfene Abfrage in einen Bericht zu verwandeln.

Den Berichtsdesigner nutzen Sie schließlich dafür, um die Auswertung grafisch anzupassen.


Auswertungen erzeugen

Eine Auswertung zu erzeugen bedeutet im Grunde nichts anderes, als eine SQL-Auswertung in eine grafisch anspruchsvollere Ausgabeform zu konvertieren.

Legen Sie im ControlCenter von Rowisoft blue also zunächst eine neue SQL-Abfrage an. Dazu klicken Sie in der Symbolleiste auf "SQL-Abfrage", "Neue SQL-Abfrage".

Geben Sie dann einen Namen für die neue Auswertung an. Dieser Name wird Ihnen später unter dem Punkt "SQL-Abfragen" angezeigt.

Markieren Sie dann im ControlCenter auf der linken Seite unter "SQL-Abfragen" die neu angelegte Abfrage und tragen Sie auf der rechten Seite Ihre SQL-Anweisung ein. Klicken Sie dann auf "SQL-Abfrage ausführen" oben in der Symbolleiste.

Im Abfrageergebnis-Fenster klicken Sie dann auf "Als Auswertung exportieren". Hier können Sie der Auswertung dann eine Bezeichnung geben (dieser wird dann unter "Auswertungen" so angezeigt), sowie die Papierausrichtung festlegen. Außerdem können Sie festlegen, ob zur Auswertung ein Balkendiagramm hinzugefügt werden soll und welche Spalten letztlich in der Auswertung angezeigt werden sollen.

Nach einem Klick auf "OK" erzeugen Sie die Auswertung. Diese Auswertung ist danach sofort im ControlCenter unter dem Punkt "Auswertungen" verfügbar und kann somit von Ihnen noch detaillierter angepasst werden.



Parametrisierte Auswertungen

Auswertungen sind nicht immer starr sondern erfordern oftmals die Eingabe bestimmter Werte durch dem Benutzer, bevor sie erstellt werden können. Ein solches Beispiel wäre die Auswahl des Zeitraums für eine Umsatzauswertung.

Nehmen wir an, Sie haben folgende, einfache SQL-Anweisung entwickelt:

SELECT SUM(Gesamtpreis) as Umsatz FROM Vorgaenge WHERE (Typ = 'Rechnung' OR Typ = 'Quittung') AND Berechnet = true AND EXTRACT(YEAR FROM BerechnungsDatum) = 2011

Diese Auswertung würde Ihnen den Gesamtumsatz für das Jahr 2011 liefern.

Wenn Sie dem Benutzer aber selbst die Möglichkeit geben möchten, das Jahr auszuwählen, verwenden Sie statt der Konstanten 2011 die Angabe eines Parameters. Ein Parameter wird in SQL als Bezeichner mit vorangehendem Doppelpunkt dargestellt.

Ändern Sie die SQL-Anweisung also folgendermaßen ab:

SELECT SUM(Gesamtpreis) as Umsatz FROM Vorgaenge WHERE (Typ = 'Rechnung' OR Typ = 'Quittung') AND Berechnet = true AND EXTRACT(YEAR FROM BerechnungsDatum) = :Jahr

Sie sehen also, dass wir die Konstante "2011" durch ":Jahr" ersetzt haben.

Wenn Sie diese Abfrage dann durch das ControlCenter ausführen, erhalten Sie das Dialogfeld "SQL-Parametereingabe", in welchem Sie Ihren Parameter (Jahr) aufgelistet bekommen. Ergänzen Sie die Spalte 2 dann durch den Datentyp, den Sie für diesen Parameter erwarten (in unserem Beispiel soll die Jahreszahl eine Ganzzahl sein). In der 3. Spalte können Sie noch einen Vorgabewert angeben, der dem Benutzer automatisch angezeigt wird, noch bevor er selbst einen Wert eingegeben hat.

Klicken Sie dann auf "OK".

Sie sehen nun wieder das Ergebnis Ihrer SQL-Abfrage. Exportieren Sie die Abfrage dann wieder als Auswertung.

Wenn der Benutzer die Auswertung dann anklickt, wird er zunächst gebeten, die entsprechenden Parameter einzugeben und auf Basis derer wird die Auswertung dann erzeugt. Der Benutzer muss übrigens nicht den Datentyp angeben, es reicht hier, den gewünschten Wert anzugeben.

Übrigens: Sie können in Ihrer Abfrage natürlich auch mehrere Parameter verwenden (einfach einen gültigen Bezeichnernamen mit vorangehendem Doppelpunkt eingeben!).

Hat dir das weitergeholfen?